Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen

Blog der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen

Prämienprogramm der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen


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Prämienprogramm der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen

Prämienprogramm der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen

Prämienprogramm der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen

Fortbildung ist ein wesentlicher Schlüssel zum beruflichen Weiterkommen. Das ist allgemein bekannt.

Aber woher wissen Young Professionals, welche Möglichkeiten sie haben?

Sie sind auf Empfehlungen erfahrener Kollegen und Vorgesetzter angewiesen …

Haben Sie vor, Anderen über die Vorteile der Fortbildung zur/zum Staatlich geprüften Hotelbetriebswirt/-in und die Kompetenz der staatlich anerkannten Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen zu berichten? Sie wollen vielleicht auch Ihre Kollegen, Mitarbeiter oder Freunde von den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten in Garmisch-Partenkirchen erzählen?

Dafür wollen wir uns bei Ihnen mit einer besonderen Aufmerksamkeit bedanken.

Jeden Fortbildungsvertrag zum staatlich geprüften Hotelbetriebswirt an der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen, der auf Grund Ihrer Empfehlung zustande kommt, honorieren wir mit einem

Gutschein über 200 € für das Sortiment von Amazon,

Aber das ist noch nicht alles!

Denn die Studierenden, die sich auf Grund Ihrer Empfehlung verbindlich für die zweijährige Hotelfachschule angemeldet haben, erhalten ebenfalls einen

Gutschein über 100 € für Amazon.

Als Studierende oder Ehemalige wissen Sie es ja am Besten:

An unserer Fachschule studieren Sie konzentriert in familiärer Atmosphäre. Unsere paxiserprobten Dozenten setzen sich mit großem Engagement für Ihren Erfolg ein. Absolventen der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen befinden sich in Schlüsselpositionen in Hotellerie und Gastronomie – national wie international – sowie in zahlreichen anderen Branchen.

Zeigen Sie daher Wege auf – und stellen Sie dadurch sicher, dass es auch in Zukunft genügent Experten gibt, die neben der fachlichen auch die kaufmännische Praxis kennen und leben.

Hier finden Sie die erfoderlichen Dokumente zum Download:

Anmeldeformular auf Empfehlung

Normales Anmeldeformular

Unsere Schulbroschüre 2017

Die Zulassungsvoraussetzungen für ein Studium an der Hofa Garmisch sind:

Abgeschlossene Berufsschule und Berufsbildungsabschluss in einem gastgewerblichen Beruf mit einer Regelausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren und mindestens ein Jahr berufliche Erfahrung in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Tätigkeit oder eine mindestens siebenjährige Berufspraxis in der Gastronomie/ Hotellerie.

Die aktuellen Zugangsberufe sind:
  • Koch/Köchin
  • Restaurantfachmann/ -frau
  • Hotelfachmann/ -frau
  • Hotelkaufmann/ -frau
  • Fachmann/ -frau für Systemgastronomie
  • Fachkraft im Gastgewerbe
  • Hauswirtschafter/in

Neu seit Juni 2014:

  • Veranstaltungskauffrau/ -mann
  • Kauffrau/ -mann für Tourismus und Freizeit
  • Tourismuskauffrau/ -mann
  • Servicekauffrau/ -mann für den Luftverkehr
  • Luftverkehrskauffrau/ -mann
  • Kauffrau/ -mann für Verkehrsservice
  • Fachangestellte/ -r für Bäderbetriebe
  • Assistent/ -in für Hotel- und Tourismusmanagement

Die Schulaufsichtsbehörde kann in Härtefällen Ausnahmen von den genannten Voraussetzungen genehmigen. Zuständig hierfür ist die Regierung von Oberbayern. Bei der Ausarbeitung entsprechender Anträge stehen wir den Schulbewerbern gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Anrechenbare entsprechende Tätigkeiten in der Bundeswehr sind:

  • Diätkoch-Fw
  • Feldkoch
  • Heimleiter-Fw
  • Kantinenführer
  • Koch/ Hilfskoch
  • Lufttransportbegleiter
  • Verpflegungsbeauftragter Bord
  • Verpflegungssoldat

Auch einschlägige Tätigkeiten, die im Rahmen des Zivildienstes ausgeübt wurden, können angerechnet werden.

Prämienprogramm der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen

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Unseren Ehemaligen auf der Spur …

… heute: Johannes Weinfurtner

Wir starten eine Serie, in der die Ehemaligen der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen über ihren Werdegang erzählen. Was ist aus ihnen geworden? Was sind sie jetzt? Welche Erfahrungen haben sie mit ihrem Abschluss als Hotelbetriebswirt gemacht? Der erste ist Johannes Weinfurtner, der uns besucht hat und live über sich berichtete.

Miriam Wetterauer, derzeitige Absolventin aus der FS1, war dabei und hat den folgenden Text geschrieben.

Kürzlich hat unser Ehemaliger Johannes Weinfurtner unsere Hotelfachschule besucht.

Johannes Weinfurtner

Herzlich willkommen an der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen

Er erzählte uns, wie es nach dem Abschluss der Hotelfachschule in Garmisch-Partenkirchen 2011 für ihn weiterging und wie wir unsere Karriere nach dem Abschluss selbst in die Hand nehmen können.

Seine Botschaft an die FS1 und FS2 war deutlich. Jeder würde seinen individuellen Weg nach der Schule verfolgen und ist selbst für seine Karriere verantwortlich.

Erste Stationen nach Abschluss der Hofa GAP

Seine Ausbildung hatte Herr Weinfurtner von 2004 bis 2007 im Four Points by Sheraton Brauneck in Lenggries zum Hotelfachmann absolviert. Danach eignete er sich Berufserfahrung an um 2009 bis 2011 die staatlich anerkannte Hotelfachschule in Garmisch-Partenkirchen zu besuchen. Dort legte er seinen Abschluss als Hotelbetriebswirt mit Bravour ab.

Danach kommt Herr Weinfurtner als Leiter der F&B Abteilung in das Four Point by Sheraton München Central. Als F&B Supervisor hat er viele Aufgaben. Er muss sich hier um die komplette Warenwirtschaft des Hotels kümmern. Im Wesentlichen muss er alle Abteilungen anhand ihrer Bestellungen versorgen. Ebenfalls ist er für die Erstellung von Speise-und Getränkekarten zuständig und hat den Vorsitz des HACCP Teams. Dabei soll er überprüfen, ob diese Vorschriften eingehalten werden.

Johannes Weinfurtner bei seiner Präsentation

Johannes Weinfurtner bei seiner Präsentation an der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen

Anforderungen und Erwartungen nehmen zu

Nach 2 Jahren wechselte er in einen Bürojob. Als Area Supply Chain Executive, Germany & Switzerland hatte er einen großen Betreuungsrahmen der ganzen Hotels in der Gruppe. Hier musste Herr Weinfurtner sich um die Standards und Bestellungen in allen Hotels kümmern und zwischen allen Standorten herumreisen. Viele Verhandlungen mit den Lieferanten und Abteilungsleitern vor Ort verlangten ihm einiges ab. Schließlich musste er allen Erwartungen und Standards sowie den Wünschen gerecht werden. Ob es hilfreich war, dass er seine korrekte Berufsbezeichnung erst später auswendig konnte, sei dahingestellt und belustigt ihn noch heute.

Aktuell: Operations Manager

Wieder nach 2 Jahren wurde er hibbelig und bekam in seinem alten Hotel den Posten als Operations Manager, einfach gesagt Hotelmanager.

Seine Aufgaben bestanden darin mit vielen Zahlen umzugehen, wie mit der Budgetplanung oder dem Erstellen eines Forecasts. Dazu gesellte sich noch die Projektplanung, viele Verträge, die verstanden werden wollten, Beschwerdemanagement, Meetings und die Hotelsicherheit. Langweilig wird ihm in seinem Job ganz sicher nicht. Und natürlich braucht er immer noch einen Plan B falls in seinem Hotel alles aus dem Ruder läuft.

Um seine Aufgaben gut und professionell lösen zu können, braucht er natürlich ein Topteam, welches ihm regelmäßig Feedback gibt.

Interessierte Zuhörer bei Johannes Weinfurtners Präsentation an der Hofa Garmisch

Interessierte Zuhörer bei Johannes Weinfurtners Präsentation an der Hofa Garmisch

Hotelalltag

Wie man an seinem Lebenslauf sehen kann, ist die Zahl 2 bei ihm etwas kritisch und er wechselt nach 2 Jahren gerne seinen Job und sucht neue Herausforderungen. Doch in seiner jetzigen Position scheint er sich gut eingelebt zu haben und diese mit Bravour zu erfüllen. Genug zum Üben hat er gerade im Beschwerdemanagement und Engelsgeduld ab und macht die weitere Arbeit sehr spannend. Ab Mitte 2018 hat er, wenn alles nach Plan verläuft dieses Problem nicht mehr.

Er leitet ein Hotel mit 102 Zimmern in der Nähe der Theresienwiese. Der Veranstaltungsbereich weist 189 qm2 auf und wurde 2015 erneuert. Auch hat das kleine Hotel ein schönes Restaurant, eine Wanderbar und einen modernen Fitnessbereich. Die Hauptgäste bestehen aus Geschäftsreisenden und Veranstaltungsgästen. Herr Weinfurtner hat sich auch um die Erneuerungen im kompletten Hotel zu kümmern um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Im Anschluss erzählt er ein bisschen über die Gruppe, in welcher e arbeitet. Das Hotel gehört zur Marriott-Gruppe, die auch Starwood aufgekauft hat und jetzt die Marriott-Standards verpasst bekommt. Dazu ist er auf vielen Meetings um auch keine der neuen Vorgaben zu verpassen und diese in sein Hotel einzuführen.

Wertvolle Tipps für die jetzigen Absolventen

Ganz klar macht er uns auch, dass uns mit Bestehen der Abschlussprüfung die Welt offenstehen wird und wir diese Chance nur am Schopf packen müssen.

Auf unsere Fragen, welche Fächer ihm persönlich nach der Schule was gebracht haben, lachte er und zählte auf:

Wirtschaftsrecht & Arbeitsrecht, Englisch, Personalwesen, Buchhaltung und am besten ein bisschen von allen.

Besonders in seiner Position ist es von Vorteil die Verträge nicht nur lesen zu können, sondern sie auch zu verstehen.

Alles in allem war es ein sehr spannender Vortrag und wir können sagen, dass Herr Weinfurtner uns die Welt nach der Schule gut nähergebracht hat. Wir werden alle unseren eigenen individuellen Weg finden. Ob in der Gastronomie oder in anderen Firmen.

Herzlichen Dank Herr Weinfurtner!

Text: Miriam Wetterauer, FS1 2017/18

Die Autorin des Textes: Miriam Wetterauer

Die Autorin des Textes: Miriam Wetterauer


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Die Ausbildereignungsprüfung – mit der Vorbereitung durch die Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen

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Nilkolaus Veit – der frisch gebackene Ausbilder

Nikolaus Veit, einer unserer aktiven Studierenden, berichtet aus seiner persönlichen Sicht, wie er die Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung und die Prüfung selbst erlebt hat.

BAP – Berufs- und Arbeitspädagogik. Was soll das überhaupt bedeuten?

Nun ja, wie ich kurz vor der Prüfung erfahren habe, als ich mir die Fragen von Dozenten Käfferlein, der extra für uns Studenten 90 prüfungsrelevante Fragen in Audioform aufnahm, ein letztes Mal im Auto anhörte, wurde mir das klar. Im Großen und Ganzen sind das alle pädagogische Mittel, die ein Ausbilder dazu einsetzt, seine Auszubildenden zum Lernen zu motivieren und ihnen dieses auch zu erleichtern … und noch viel viel mehr Themen rund um die Ausbildung.

Im Folgenden werde ich über den Weg von der ersten BAP-Stunde bis hin zur Übergabe des Zeugnisses berichten.

Wie alles begann

Alles begann mit den Worten des Herrn Käfferlein, als wir zu Beginn des Schuljahres noch keinen fixen Stundenplan hatten: „Ich hoffe, dass wir BAP in den ersten Stunden haben. Lieber kommt ihr um 5 in der Früh, als am Nachmittag.“

Wir hatten natürlich unsere 4 Stunden verteilt auf Mittwoch und Donnerstag Nachmittag.

Ein Ordner mit gefühlt 8000 Seiten begleitete uns durch diese Zeit, ebenso wie verschiedene Gesetzbücher. Hört sich trocken an, ist es auch, doch am Ende geht man mit einem guten Gefühl in die Prüfung.

Herr Käfferlein weiß natürlich, was aus diesem Ordner wichtig ist und was nicht, und so schrieb er uns die wichtigsten Fragen auf das Flipchart. Nach der 10. Frage hört sich alles gleich an. Das meiste hat irgendwas mit Ausbildung zu tun.

Nach Stunden, die sich endlos anfühlten, nicht aufgrund des Unterrichts, eher weil sich das Thema mit verschiedensten Teilbereichen auseinander setzt, die sich zuerst alle gleich anhören, wurde uns der Prüfungstermin für die schriftliche Prüfung mitgeteilt: Dienstag, 7. März 2017.

Daraufhin nahm natürlich die Anspannung zu. Allerdings habe ich es nicht wirklich geschafft, die zahlreichen Fragebögen, die uns Herr Käfferlein aushändigte , zu beantworten. 2 Wochen vor der Prüfung habe ich dann doch den einen oder anderen Fragebogen in die Hand genommen und ich konnte die meisten Fragen beantworten. Faszinierend, was alles hängen bleibt, wenn man im Unterricht gut zuhört.

Die schriftliche Ausbildereignungsprüfung bei der IHK München-Oberbayern

Wir wurden mit einem Bus zum Prüfungsort nach München gefahren, wo ca. 150 andere angehende Ausbilder schon vor Ort waren. Es begleitete mich das übliche „Pre-Prüfungsgefühl“, aber auch der Gedanke, dass ich mindestens genauso viel kann, wie der Großteil der Menschen, die auch an der Prüfung teilnehmen.

Plötzlich ging der Prüfungsraum auf und wir hatten keine Namen mehr, sondern nur noch eine Prüfungsnummer. Wahrscheinlich dient dies der Übersichtlichkeit seitens der IHK. Auch das Gerücht, dass viele IHK- Prüfer bereits höheren Alters sind, hat sich bewahrheitet. Nun gut.

Nach der Kontrolle der Ausweise und der Einladungsschreiben ging die Prüfung los. Es waren 70 Fragen, die ich im Großen und Ganzen schon mal gehört habe, die es galt, in 3 Stunden zu beantworten. Im Nachhinein kann ich mich nicht an eine einzige Frage erinnern.

Man bekommt verschiedene Ausgangssituationen, und dann muss man die Fragen im Multiple-Choice-Modus zu beantworten. Meistens musste man 3 Kreuze machen und hatte 5 Auswahlmöglichkeiten. Eine davon war völlig irre, und die anderen hörten sich alle gleich an. Im Nachhinein sprachen viele Prüflinge vom Zufallsprinzip. Ich habe das bei der einen oder anderen Frage auch angewandt.

Der Bus brachte uns wieder nach Hause, er hatte jedoch eine kleine Panne, denn wir sind einem Münchner hinten drauf gefahren.  Aber niemand hat sich verletzt. Dies nahmen wir als Anlass, uns noch im Bus ein kleines Hacker-Pschorr zu gönnen. Wir hatten ja keinen Unterricht mehr.

Als wir in Garmisch angekommen sind, haben ein Paar Klassenkameraden beschlossen, dass sie sich aufgrund der Teilnahme an der Prüfung ja noch mehr Bier verdient hätten. Diesen Eindruck könnte ich nicht teilen, denn ich wusste ja nicht, ob ich es geschafft hatte oder nicht. Unser Lehrer beruhigte uns am nächsten Tag. Er sagte:“Normalerweise könnt ihr alle davon ausgehen, dass ihr die Prüfung bestanden habt!“ – Ich glaubte ihm … und, wie sich herausstellen sollte, zu Recht.

Die praktische und mündliche Ausbildereignungs-Prüfung

Und so ging es eine Woche später in den Teil der praktischen Prüfung. Die fand nicht in München statt, sondern an der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen. Sie war über zwei Tage verteilt und wurde von Prüfungsausschüssen abgenommen, die die IHK nach Garmisch beordert hat.

Bei dieser ist es so, dass man zuerst mit einem Klassenkameraden, der den Auszubildenden spielt, eine Unterweisung in Form der 4-Stufen-Methode den Prüfern vorstellt. Man muss dabei als Ausbilder einen gewissen Ablauf einhalten. In 15 Minuten ist das Ganze auch schon wieder vorbei.

Da wir im Vorfeld wussten, mit wem wir die Prüfung absolvieren, konnten wir uns natürlich sehr gut darauf vorbereiten. Meine „Auszubildende“ war Franziska Strobl. Alphabetisch.

Mein Thema: Guacamole herstellen

Wir trafen uns also vor der Prüfung und übten den richtigen Ablauf. Das Lustige an der Sache war, dass Frau Strobl gelernte Köchin ist und ich habe Hotelfachmann gelernt. Sie konnte das also viel besser als ich. Ich habe davor noch nie Guacamole hergestellt. Diese Unterweisung habe ich gewählt, weil ich und meine Freundin Avocado lieben, wir aber nie wussten, wie wir die Creme herstellen sollten.

Nach dreimaligem Üben war es dann auch schon soweit. Wir gingen mit einem guten Gefühl in die Prüfung.  Meine Prüfung verlief besser als die Übungen zuvor und ich war sehr zufrieden. Allerdings hatte ich meine Guacamole versalzen. Nach dem Abschmecken war sie so versalzen, dass wir beide für einen Moment nicht mehr sprechen konnten. Wir hofften,  dass die Prüfer die Creme nicht probieren. Zu meinem Glück!

Im Anschluss wurde ich zum Prüfungsgespräch einberufen. Aufgrund der guten Vorbereitung machte ich mir da wenig Sorgen. Man bekommt in 15 Minuten viele Fragen gestellt, die mündlich beantwortet werden müssen. Ich konnte fast alle Fragen beantworten und so wusste ich, dass ich die Prüfung bestanden habe. Die drei Prüfer überreichen mir mein Zeugnis und ich verließ den Prüfungsraum erhobenen Hauptes.

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Die erfolgreichen neuen Ausbilder der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen

Die nüchternen Fakten:

Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen, Dozent: Reinhard Käfferlein
Unterrichtsfach: Berufs- und Arbeitspädagogik
Ziel: Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung
Von: September 2016 bis Ende März 2017, 4 Wochenstunden

Schriftliche Prüfung: München, IHK München-Oberbayern
Praktisch-mündliche Prüfung: Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen mit Prüfungsausschüssen der IHK München-Oberbayern
Prüfungserfolg: 100 Prozent

 


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Fortbildung zur kompetenten Fachkraft am Hotelempfang

Gute Vermittlungsquoten – berufliche Perspektive auch für Quereinsteiger

Am 3. April 2017 startet wieder der Lehrgang „Hotel- und Empfangssekretär/in“ am Gastronomie- & Hotelkolleg in Garmisch-Partenkirchen. Er ist konzipiert für gelernte Fachkräfte aus der Hotellerie, aber auch für Berufsanfänger, Wiedereinsteiger oder Quereinsteiger. In 9 Wochen vermitteln erfahrene und engagierte Dozenten das nötige Rüstzeug, damit Sie alle Arbeiten an der Hotelrezeption qualifiziert ausüben können.

 

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Wir schicken Ihnen gerne unsere Informationsbroschüren zu!

In der Hotel- und Tourismusbranche werden immer gut ausgebildete Fachkräfte gesucht. Insbesondere auch am Hotelempfang. Hier wird Gastfreundschaft gelebt, hier steht der Gast im Mittelpunkt, hier ist eine zentrale Drehscheibe des Hotels. Die vielfältigen Aufgaben stellen hohe Anforderungen an die Mitarbeiter: ein gepflegtes Erscheinungsbild, Aufmerksamkeit und Herzlichkeit, Einfühlungsvermögen und Serviceorientierung zeichnen gute Empfangskräfte aus.

Genau so wichtig sind aber auch die fachlichen Qualifikationen. Man muss mit Buchungs- und Reservierungssystemen umgehen können und die Textverarbeitung beherrschen. Fremdsprachenkenntnisse, insbesondere Englisch, sind eine wichtige Voraussetzung. Dazu kommt noch der Blick über den eigentlichen Arbeitsbereich hinaus: kaufmännische und rechtliche Grundlagenkenntnisse runden das Berufsprofil ab. All diese Kompetenzen vermittelt der Qualifizierungslehrgang – und zwar von Grund auf. In 320 Unterrichtseinheiten schulen wir Sie zur qualifizierten Fachkraft mit Fach- und Sozialkompetenz für den Hotelempfang.

Neben der Hotellerie bieten sich mit dem Abschluss aber noch weitere Karrieremöglichkeiten: bei Kurverwaltungen, Kliniken, Touristikunternehmen oder als Empfangsmitarbeiter in Industrie und Handel.

Wenn die persönlichen Voraussetzungen vorliegen, kann der Kurs von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter gefördert werden.

Folgende Inhalte werden vermittelt:

  • Empfang und Reservierung
  • Buchungssoftware FIDELIO Front Office Management
  • Textverarbeitung WORD
  • Hotelkorrespondenz
  • Reklamationsmanagement
  • Hotelbetriebslehre, Gaststättenrecht
  • Personalwesen, Arbeitsrecht
  • Englisch für den Hotelempfang.

Die Schulung findet jeweils montags bis freitags in der Zeit von 07:45 bis 16:00 Uhr statt. Zum Abschluss erhalten Sie ein Zeugnis und ein Teilnahmezertifikat. Der Lehrgang beginnt am Montag, 3. April 2017 und endet am Mittwoch, 31. Mai.

Sie benötigen für die Zeit des Kurses eine preisgünstige Unterkunft in Garmisch-Partenkirchen oder der näheren Umgebung? Kein Problem! Wir helfen Ihnen gerne weiter und vermitteln Ihnen ein Zimmer oder eine Wohnung.

Sie sind interessiert? Möchten mehr wissen? Dann rufen Sie einfach an oder besuchen Sie uns. Wir beraten Sie gerne. Gastronomie- & Hotelkolleg an der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen, Bahnhofstraße 37, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Tel.: 08821/71088, E-Mail: mail@gastronomie-hotelkolleg.de, Homepage: http://www.gastronomie-hotelkolleg.de.


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Terra Madre Vol. 5 Tasting, Networking, Abschied nehmen

Heute beginnt der letzte Tag unseres Turin Aufenthalts, doch bevor sich  Abschiedsstimmung ausbreitet, stehen wir nochmal einen Tag unter vollem Strom..

Wir wollen alles sehen, mit jedem sprechen und vor allem alles schmecken. 🙂

Schmecken klingt gut… Das sollten wir gleich morgens umsetzten!

Erster Stop des Tages der Stand der Ferienregion Pavese!

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Deutsche Delegierte mit dem Team der Ferienregion Pavese

Hier gibt es die „Salame di Varzi“. In dem kleinen Örtchen Casanova wird diese Salami handgemacht. Es werden nur Zutaten aus der Region verarbeitet.

Das Fleisch kommt vom Züchter im Nachbarort und der verwendete Rotwein vom nahe gelegenen Weingut.

Die 6 Monate dauernde Reifung findet in einer Höhle unter dem Anwesen statt.

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Salame di Varzi

Der Chef schneidet uns sogar Scheiben seiner speziell für die Terra Madre hergestellten Pancetta herunter.

18 Schweine und 42 Monate waren nötig um die 88kg schwere Pancetta zu fertigen. Der Geschmack ist unfassbar fein und würzig.

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Pancetta

Zum Probieren der Salami und der Pancetta gibt es obendrein ein Glas roten Schaumwein –  die perfekte Kombination um den Tag zu beginnen.

An diesem Stand lernen wir auch ein „ark of taste“ Produkt der Region kennen.

Die „Peperoni de Voghera„, eine Paprika, die fast in Vergessenheit geraten ist und von einem Kleinbauern wieder aufgezüchtet wird.

Das Besondere an dieser Paprika ist die weiße Farbe, die sich erst mit der Zeit grün, gelb und dann rot färbt.

Die sehr dünne Schale und der süße Geschmack machen sie zu einem Genuss.

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Peperoni de Voghera

Nach einer kurzen Ruhephase im Park trennen wir uns und gehen zu den ersten Vorträgen des Tages.

Martin:

Mein Weg führt zum Slow Food Deutschland Meeting.Dort treffe ich wieder viele bekannte Gesichter, die wir in den letzten Tagen kennen gelernt haben.

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Wer kommt von wo?

Nach kurzer Einführung starten wir gleich mit einer super Motivationsansprache vom Slow Food International Vorstand. Er redet davon, dass wir eines der aktivsten Länder in Europa sind und wir auf einem super Weg in die Zukunft sind. Weiterhin betont er, dass wir mit großem Engagement vorangehen und ein Vorbild für andere Länder seien.

Anschließend wird über die inneren Strukturen von Slow Food geredet. In den nächsten Jahren gibt es einige strukturelle Veränderungen. Die Mitglieder werden aufgefordert, die Vorstände zu unterstützen.

Im Anschluss werden einige Gruppen gebildet, die sich auf Slow Food Themen stürzen. Wir arbeiten in Teams zusammen, hier werden Gründe und Lösungsvorschläge für diese ausgearbeitet.

Die Themen sind breit gefächert, von Bildung, Food Business starten, Stadt und Gärten, Saatgut, Fleisch und Tiere, Produkte und Chef Alliance bis hin zur Zukunft von Slow Food. In unserer Gruppe geht es um die Förderung der Bildung in den nächsten Jahren. Es werden einige Probleme angesprochen, unter anderem der Generationenwechsel in der Landwirtschaft oder: Wie wird der Bezug zu gutem Essen in der Kindheit gefördert? Einige Lösungsvorschläge werden in unserer Runde diskutiert und notiert. 20 Minuten später befinden wir uns wieder zurück im Saal und stellen unsere Themen vor. Die verschiedenen Probleme werden erläutert und Lösungen dargeboten.

Zum Abschluss gibt es noch eine kleine Zusammenfassung und den Hinweis, dass am Deutschen Slow Food Stand um 17.00 Uhr ein Empfang stattfindet.

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Auch die Kunst kommt nicht zu kurz 🙂

Julian:

Während Martin beim Networking ist, bin ich zum Chef Alliance Meeting mit Klaus Perovec verabredet.

Chef Alliance?

Ein Netzwerk von professionellen Köchen, die sich im Sinne der Slow Food Bewegung zusammengeschlossen haben.

Die Veränderung betrifft nicht nur alle Privathaushalte, sondern auch die Großküchen der Welt.

Bei diesem Meeting stehen Networking und Austausch im Vordergrund. So werden aus jedem Land CA Mitglieder vorgestellt, die kurz von ihren laufenden oder geplanten Projekten erzählen.

Aus Albanien ist Altin Prenga wieder mit dabei, der nochmal genauer auf seine 300 Kleinproduzenten eingeht, von denen er seine Ware bezieht.

Aus Ecuador erzählt ein junger Koch, dass er keine Bestellung macht, sondern sich von Kleinbauern die Erzeugnisse einfach schicken lässt und aus diesen kocht, was die Lieferung hergibt.

Aus Deutschland: wer hätte es gedacht – Klaus Perovec. 🙂

Vorweg sollte man wissen, dass die Chef Alliance Deutschland erst am Samstag offiziell gegründet wurde.

Klaus klärt uns auf, dass es in Deutschland erstmal darum geht, „regional“ neu zu definieren, da in vielen Regionen wegen des Klimas Gemüse schlecht wächst.

Auch, dass wir in Deutschland gewöhnt sind, Gemüse und Fleisch fertig geputzt zu kaufen, ist ein wichtiges Thema. Hier ist Aufklärungsarbeit schon in der Ausbildung wichtig.

Unter anderem steht auch „nose to tail cooking“ im Vordergrund.

„Nose to tail“ bedeutet das ganze Tier zu verarbeiten, nicht nur das Filet oder den Rücken. Sondern auch Kopf, Haxen oder Innereien zu verarbeiten.

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Klaus Perovec mit hoher Prominenz

Zum Schluss geht Olivier Roellinger noch auf die Bedeutung der Sterne für die CA und die Produzenten ein.

Er sagt, dass wir nicht die gleichen Fehler aus der Vergangenheit wiederholen dürfen. Wir sollten mehr Interesse an den Bauern zeigen und diese unterstützen.

Er geht auch darauf ein, dass Köche der Sternegastronomie eine sehr weite Medienpräsenz haben und diese nutzen sollten, um Menschen darüber aufzuklären, dass nachhaltiges und gesundes Kochen keine Magie ist.

Eine ebenso wichtige Frage ist, warum in Schulen Kunst, Musik und Religion gelehrt werden, aber nicht gesunde Ernährung?

Zum Abschluss gehen wir zum Empfang an den Deutschen Slow Food Stand. Wir werden versorgt mit Leckereien der deutschen Delegierten. Von Bauchspeck über Limpurger Rind bis hin zu Brezeln, Käse und bestem Wein 😉 Das Zusammentreffen der Deutschen Delegierten regt weiter an sich auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und Diskussionen zu führen.

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Feinster Speck

 

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Slow Food Youth Deutschland

 

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Slow Food Deutschland

Nach dem einen oder anderen Gruppenbild müssen Julian und ich uns langsam auf den Weg zum Bus machen. Ein letztes mal die Fahrt zur Gastfamilie, mit all den wunderbaren Menschen, die wir kennen lernen durften. Der Abschied fällt nicht leicht, aber die Freude auf ein Wiedersehen ist groß. Julian und ich sind dankbar, diese Erfahrung gemacht haben zu können. Wir freuen uns auf weitere großartige Begegnungen.

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Unsere Bus Crew 🙂

 

Text und Fotos: Julian Daniel, Martin Platzer

 


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Terra Madre Vol. 4: Vorträge, Experten, Familienessen

Wir sind immer noch total geflashed von der Atmosphäre in Turin. Die Freundlichkeit aller Nationen ist unfassbar, und heute haben wir die italienische Gastfreundlichkeit richtig kennengelernt. Beim gemeinsamen Abendessen mit den russischen Delegierten und allen Gastfamilien der Region Pinorolese; selbstverständlich sind auch alle deutschen Delegierten der Region dabei.

Aber bevor es zum gemeinsamen Abendessen geht, dürfen wir noch arbeiten, und bei dem Job steht man doch gerne auf.

Der Tag beginnt mit einer Vorlesung zum Thema „the true cost of cheap food“

Die Podiumsdiskussion findet in 5 Sprachen statt, zum Glück gibt es Direktübersetzer. Denn mein Chinesisch ist schon etwas eingerostet. 😉

Der Moderator verschafft uns einen Überblick über das Thema, es geht um die versteckten Kosten für die Umwelt und die Kosten für die Gesundheit bzw. das Gesundheitswesen.
Zwei Milliarden übergewichtige Menschen gibt es auf dem Planeten, und 2 Billionen US-Doller Kosten fallen jährlich an im Gesundheitssektor an, größten Teils durch ungesundes Fastfood.
Leider muss ich sagen, dass es das auch schon war mit dem themenbezogenen Reden.

Die Redner verstricken sich in verschiedene Angaben und Zahlen zu Hektargrößen der Kleinbauern in ihren Ländern und dass man diese erhalten muss.
Eine Jungbäuerin stellt ihr spannendes Projekt vor. Sie hat eine kleine Farm in den USA und hat einen Wochenmarkt in ihrer Heimat organisiert und verkauft alle ihre Erzeugnisse frisch.

Der Verkauf und die Unterstützung der Kleinbauern ist wichtig, aber nicht das Thema dieser Diskussion. Viel zu den wahren Kosten der Fast-Food-Gesellschaft erfahren wir nicht.

Dies ist auch den anderen Zuhörern nicht entgangen, ein Gast bringt dies in der Fragerunde zur Sprache, und es kommt noch mal kurz Schwung hinein, doch dann ist unsere Zeit leider auch um und viele Fragen bleiben offen.

Im kurzen Gespräch mit dem leicht aufgebrachten Gast stellen wir fest, dass er ein Aktivist von save-our-soils ist, die sich auf das Thema spezialisiert haben.
Und der sich zurecht die Frage stellt, warum man ihn nicht eingeladen hat.

Auf www.saveoursoils.com kann man sich genauere Infos einholen und besonders das  Video auf der Seite gibt uns einen Einblick in das Thema.

 

 

Zur gleichen Zeit findet ein Vortrag zum Thema „Slow Meat“ statt.

Es sind 5 internationale Experten zum Thema Slow Food in der „Meat“ Branche eingeladen. Metzgerinnen und Landwirte sitzen an einem Tisch und stellen sich vor. Sie kommen aus Australien, Amerika, Italien, Kuba und Südafrika.

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Die Experten bereiten sich auf die kommende Konferenz vor

 

Die Vereinigung „Slow Meat“ wurde in Denver gegründet und ist eine Unterorganisation von Slow Food. Der Moderator startet die Diskussion. Jeder der fünf erzählt von seinen Erfahrungen mit Tieren und der Einstellung zum Fleisch in dem jeweiligen Land.

Die Metzgerin aus Südafrika sagt, der Bezug zum Tier steht für sie an erster Stelle. Wenn sie ein Tier schlachtet, ist es ihr wichtig, dass es ein glückliches Leben hatte. Sie stellt sich immer die Frage, wo kommt das Tier her, wie heißt der Farmer, wie wurde das Tier gefüttert etc. Es ist extrem wichtig eine Beziehung zu dem Produkt aufzubauen, damit man es mit höchster Qualität weiter an den Endverbraucher abgeben kann.

Dem italienischen Experte geht es mehr um die Gegebenheiten der Farmen. Er sagt, es ist wichtig, dass die Tiere genügend Platz in der Freiheit haben. Tiere müssen in der Natur leben und nicht in Ställen. Die Farmer sollen sich wieder mehr an die Gegebenheiten der Natur anpassen und zum Ursprung der Landwirtschaft zurück finden.

Nach einer Stunden sind die ersten Fragen im Publikum aufgekommen. Eine Frage, die von mehreren Produzenten gestellt worden ist, bezieht sich auf das Marketing des Produktes. Wie kann man den Endverbraucher informieren, dass das Fleisch in höchster Qualität bei ihm ankommt und er dafür mehr bezahlen muss als in Supermärkten.

Die Kunden möchten eine Geschichte zu dem Produkt wissen. Der Bezug zum Tier muss aufgebaut werden. Das Fleisch wird nicht wie früher eingepackt und dem Endverbraucher in die Hand gedrückt. Die Metzger müssen den Verbraucher erzählen, unter welchen Umständen und an welchem Hof das Tier aufgewachsen ist. Eine weitere Strategie ist, Events zu veranstalten, um den Konsumenten die Möglichkeit zu geben, das Fleisch zu erleben und dadurch den Menschen auf emotionaler Ebene zu überzeugen.

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Fragen und Anregungen aus dem Publikum

 

Am Ende der Diskussion fragt der Moderator, wie sich die Experten die Zukunft von Slow Meat vorstellen?

Einerseits möchten Sie eine saubere und faire Kette vom Landwirt über den Metzger zum Verbraucher aufbauen. Jeder, der Fleisch einkauft, soll sich Gedanken machen, von wo es kommt, wie es behandelt wird, wie die Fleischqualität ist etc. Der Verbraucher muss für die Qualität mehr bezahlen und gleichzeitig soll er weniger übrig lassen. Jeder Mensch ist für die Nachhaltigkeit und Fairness der Produkte verantwortlich.

Andererseits sind sie sich einig, dass die Farmen wieder kleiner werden müssen. Nur wenn man eine überschaubare Anzahl an Tieren hat, kann man die Qualität garantieren, die der Endverbraucher erwartet.

Nach diesen, teils interessanten Diskussionen und einem Mittagessen in der Delegierten- Kantine, machen wir uns auf den Weg in die Innenstadt zum „Teatro Carigano“.
Dort ist der Vortrag „when  chefs side with farmers“. Es geht um die Verantwortung von Köchen nicht als Entertainer sondern als LM-Verarbeiter.

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Mitglieder der Slowfood Youth Deutschland begleiten uns

 

Die Diskussion ist mit einigen der einflussreichsten Köche der Szene:

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Von links:
Michel Bras und Olivier Roellinger Sterneköche aus Frankreich, Altin Prenga Koch aus Albanien, der Moderator Dan Saladino UK und Christina Bowerman, Köchin aus Rom

Michel Bras erzählt aus seiner Jugend und von der Region Laguiole, in der er aufgewachsen ist. Dort zogen die Leute in die Stadt, da es nichts gab. Doch er blieb mit der Idee zu kochen, Menschen wieder anzuziehen und etwas zu verändern. „Denn Kochen heißt das Leben lieben, die Region, die Leute

Olivier Roellinger, der nach einer schweren Erkrankung seine Karriere beendete und sich vom Kocholymp verabschiedete, arbeitet heute an verschiedenen Projekten.
Unter anderem für Slow Food Frankreich und als Vizepräsident von „Relais et Chateaux“.
Hier versucht er Spitzenköche der Szene davon zu überzeugen, ihr gewohntes Einkaufsverhalten zu ändern und direkt von Kleinproduzenten zu kaufen.

Altin Prenga hat mit Bauern aus seiner Heimat ein Netzwerk aufgebaut um eine gerechte und faire Bezahlung zu ermöglichen.
Heute hat sein Restaurant, das mitten in einer kargen Wüste steht, 300 Kleinlieferanten und er produziert jährlich 60.000 Mahlzeiten.

Christina Bowerman, die gebürtige Italienerin, hat sich nach 16 Jahren in den USA nun wieder in Rom niedergelassen.
Mit ihrem Netzwerk von Köchen „adoptiert“ sie junge Handwerker und versucht so das Wissen dieser Generationen zu sichern.

Diese vier Spitzenköche, alle wie sie nicht unterschiedlicher sein können, sind sich einig dass Aufklärungsarbeit einer der wichtigsten Punkte ist. 
Olivier: „Kochen ist nicht beschränkt auf Profis sondern für alle da, warum nicht wieder lernen und nicht vorschreiben lassen was wir essen.“
Wissen wir überhaupt, wo genau unsere Lebensmittel herkommen und wie sie behandelt werden oder schreiben uns große Unternehmen vor, was wir bekommen?

Eine kurze Video-Zusammenfassung findet ihr hier hier!

Nach so vielen Eindrücken am heutigen Tag ist es wieder an der Zeit zu unserer Gastfamilie zurück zu fahren. Bis zum Bus gibt es noch einen halbstündigen strammen Marsch, da wir ihn ansonsten verpassen…

Heute Abend steht noch ein Gemeinschaftsessen mit allen Gastfamilien, den deutschen und russischen Delegierten an. Nach eineinhalbstündiger Fahrt stehen wir an einem italienischen Hof, der uns mit regionalen Produkten aus seiner eigenen Landwirtschaft verköstigt. Wir sind ca. 50 Personen, die mit Pasta, Fleisch, Kartoffeln und Obst verwöhnt werden. Dazu können wir uns Wasser oder Rotwein von der Region aussuchen. (Dreimal dürft ihr raten, für was wir uns entscheiden)

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Die Gastfamilien mit den Delegierten

Somit stellen wir uns noch großartigen Unterhaltungen und Diskussionen mit anderen Delegierten. Die meisten sind von der „Slowfood Youth“ Organisation. Um 23 Uhr geht es endgültig zurück zur Gastfamilie. Ole, Julian und ich haben jedoch noch nicht mit dem Abend abgeschlossen und stürzen uns weiterhin auf interessante gastronomische und Slowfood Probleme, die wir in hitzigen Diskussionen und bei dem einen oder anderen Bier ausdiskutieren… 😉

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Slowfood Youth Tisch

 

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Hier werden alle Bedürfnisse gestillt 🙂

 

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Salone del Gusto am Wochenende. Menschen über Menschen.

Text und Fotos: Julian Daniel, Martin Platzer


2 Kommentare

Terminstress und Erlebniswahn

Ich muss ehrlich sagen, dass es so viel (und ich meine so unfassbar viel) zu erzählen gibt, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll…

Wir brauchen einfach ein bisschen, um alles was wir hier erleben dürfen, in Wort und Schrift zu fassen.

Also gibt es nur ein paar Impressionen, die wir teilen wollen und ja, wir arbeiten noch… versprochen!!!