Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen

Blog der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen

Hotelfachmesse Bozen 2011

Hinterlasse einen Kommentar

Unlängst begab sich unsere Klasse FS 1F auf Erkundungsfahrt um neue Trends und Angebote für Hotels und Restaurants aufzuspüren. Ziel war die Hotelfachmesse in Bozen. Michael Liess, Mitglied der Klasse, hat seine Eindrücke in Wort und Bild festgehalten:

Fachmessen sind schon was Tolles: Sie erweitern den Horizont, verhindern Betriebsblindheit,  helfen neue Ideen zu finden und erlauben, ganz nebenbei, den Blick über den Tellerrand hinaus. Somit war die Entscheidung für uns Hotelfachschüler der Klasse FS 1F einfach, als die Frage im Raum stand, ob wir die Hotelfachmesse in Bozen besuchen wollen. Aus diesem Grund stand am 17. Oktober um 6 Uhr morgens ein Bus vor der Tür unserer Schule bereit, der uns Richtung Süden bringen sollte. Bei 3 Grad (gefühlt war es viel kälter) fuhren wir,  vorbei an Mittenwald und Seefeld, den Zirler Berg hinunter  über den Brennerpass gen Südtirol. Da es bei unserer Abfahrt noch dunkel war, konnten wir während der Fahrt beobachten, wie die Sonne Stück für Stück eine wunderschöne Landschaft eroberte. Trotz einer kurz eingelegten Pause an einem Rastplatz bei Meran, erreichten wir unser Ziel sehr schnell, sodass wir bereits eine halbe Stunde vor Eröffnung am Eingang standen.

Die frühe Ankunft hat sich ausgezahlt: Da es der erste Messetag war und wir sehr zeitig reinkamen, waren noch nicht viel Leute unterwegs  und die Stände sowie die Austeller noch ganz „frisch“. Die Messe erstreckte sich über zwei Hallen, die über eine große Zwischenhalle miteinander verbunden waren. Ein bisschen enttäuschend, denn wer schon mal auf der Bozener Messe war, der weiß, dass diese bisher eigentlich größer war. Zwar stand in der Begleitbroschüre dass sich auch Austeller im Hof rechts und links befinden sollen, aber außer ein Paar Liefer- und Firmenwagen fanden wir dort nur gähnende Leere.  Als Grund hierfür, wird wahrscheinlich auch die Wirtschaftskrise, die vielen Unternehmen zu schaffen gemacht hat, aufgeführt. Die Messe war übersichtlich strukturiert, wer also irgendwo schnell hin wollte, der musste auch nicht lang suchen.

Auffallend zahlreich, die vielen Essensstände, in denen die verschiedenen Hersteller Ihre Produkte auch zum Probieren anboten. Für das leibliche Wohl war also gesorgt, wem das nicht reichte, der konnte draußen in der Zwischenhalle etwas für den schnellen Hunger kaufen. Neben den verschiedenen Herstellern von Getränken  und den beinahe schon obligatorischen Ausstellern (Geschirr, Gläser, Küchengeräte etc.) konnte man auf dieser Messe noch einen anderen Trend beobachten: Jahr für Jahr entdecken  auch immer mehr Hersteller von technischen Systemen sowie Webdesigner und Programmierer den Kommunikationsweg der Messe für sich.

„Tradition ringt mit Moderne“. So kann man den Eindruck beschreiben, den man gewann, wenn man so durch die Gänge schlenderte. Auf der einen Seite warb zum Beispiel die Südtiroler Bäckereinnung mit traditionellem  Handwerk, während beinahe schon daneben eine Maschine stand, die Personal sowie Zeit sparen sollte. Man hatte aber auch den Eindruck, dass das wirklich gute alte Handwerk gar nicht so weit weggerückt ist. Denn als sich Meister älteren Jahrgangs an die antiken Eismaschinen aus Holz stellten und auf traditionelle  Art und Weise begannen Eis zu produzieren, war das Interesse sehr groß.

Auch einen Stand des Freistaates Bayern fanden wir in den Gängen, freundlich gestaltet und mit nettem Personal besetzt. Die bayrische Staatsregierung möchte so unter anderem Beziehungen pflegen und herstellen.  Die Kollegen der Hotelfachschule in Bozen waren auch vertreten, und man muss neidlos anerkennen, dass sie das Bestmögliche aus Ihrem Platz gemacht haben. Sogar ein standinternes Restaurant hatte man liebevoll  eingebaut und hergerichtet. Was sich leider als ein bisschen schwer erwies, war die Kontaktaufnahme.

Wer auf dieser Messe leider ganz und gar fehlte, das waren die Hotelbetriebe selbst. Während manche Aussteller fast schon, wenn es die Möglichkeit gegeben hätte, durch die Decke gebaut hätten, war auf der ganzen Ausstellung kein einziges Hotel vertreten. Schade eigentlich, denn es gibt nicht sehr viel Möglichkeiten, so persönlich Kontakt zu schließen und sich bei einem Espresso zu unterhalten, wie eben bei  einer Messe.

Was uns aber besonders aufgefallen ist, dass beinahe alle Aussteller sehr offen uns gegenüber als Hotelfachschüler waren, auch wenn sie bei uns jetzt nicht unbedingt das große Geschäft gemacht hatten.  Viele sahen es  eher als eine Investition in die Zukunft und in die potentielle, spätere Führungsebene an.  Alle Fragen wurden sehr offen und ausführlich erklärt; nur selten blieb jemand eine Antwort schuldig.

Fazit dieses Ausfluges ist für uns, dass wir jedem immer wieder empfehlen können, regelmäßig eine fachbezogene Messe  zu besuchen, um immer wieder auf dem neuesten Stand zu bleiben. Dass es zwar heutzutage, angesichts der schnellen Veränderung der Technik, nie ganz möglich sein wird, ist natürlich klar, aber es bringt ungemeine Vorteile, die vielleicht auch einmal überlebenswichtig sein könnten.

Text: Michael Liess, Klasse FS 1F an der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Fotos: Michael Liess

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s