Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen

Blog der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen


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Die Ausbildereignungsprüfung – mit der Vorbereitung durch die Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen

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Nilkolaus Veit – der frisch gebackene Ausbilder

Nikolaus Veit, einer unserer aktiven Studierenden, berichtet aus seiner persönlichen Sicht, wie er die Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung und die Prüfung selbst erlebt hat.

BAP – Berufs- und Arbeitspädagogik. Was soll das überhaupt bedeuten?

Nun ja, wie ich kurz vor der Prüfung erfahren habe, als ich mir die Fragen von Dozenten Käfferlein, der extra für uns Studenten 90 prüfungsrelevante Fragen in Audioform aufnahm, ein letztes Mal im Auto anhörte, wurde mir das klar. Im Großen und Ganzen sind das alle pädagogische Mittel, die ein Ausbilder dazu einsetzt, seine Auszubildenden zum Lernen zu motivieren und ihnen dieses auch zu erleichtern … und noch viel viel mehr Themen rund um die Ausbildung.

Im Folgenden werde ich über den Weg von der ersten BAP-Stunde bis hin zur Übergabe des Zeugnisses berichten.

Wie alles begann

Alles begann mit den Worten des Herrn Käfferlein, als wir zu Beginn des Schuljahres noch keinen fixen Stundenplan hatten: „Ich hoffe, dass wir BAP in den ersten Stunden haben. Lieber kommt ihr um 5 in der Früh, als am Nachmittag.“

Wir hatten natürlich unsere 4 Stunden verteilt auf Mittwoch und Donnerstag Nachmittag.

Ein Ordner mit gefühlt 8000 Seiten begleitete uns durch diese Zeit, ebenso wie verschiedene Gesetzbücher. Hört sich trocken an, ist es auch, doch am Ende geht man mit einem guten Gefühl in die Prüfung.

Herr Käfferlein weiß natürlich, was aus diesem Ordner wichtig ist und was nicht, und so schrieb er uns die wichtigsten Fragen auf das Flipchart. Nach der 10. Frage hört sich alles gleich an. Das meiste hat irgendwas mit Ausbildung zu tun.

Nach Stunden, die sich endlos anfühlten, nicht aufgrund des Unterrichts, eher weil sich das Thema mit verschiedensten Teilbereichen auseinander setzt, die sich zuerst alle gleich anhören, wurde uns der Prüfungstermin für die schriftliche Prüfung mitgeteilt: Dienstag, 7. März 2017.

Daraufhin nahm natürlich die Anspannung zu. Allerdings habe ich es nicht wirklich geschafft, die zahlreichen Fragebögen, die uns Herr Käfferlein aushändigte , zu beantworten. 2 Wochen vor der Prüfung habe ich dann doch den einen oder anderen Fragebogen in die Hand genommen und ich konnte die meisten Fragen beantworten. Faszinierend, was alles hängen bleibt, wenn man im Unterricht gut zuhört.

Die schriftliche Ausbildereignungsprüfung bei der IHK München-Oberbayern

Wir wurden mit einem Bus zum Prüfungsort nach München gefahren, wo ca. 150 andere angehende Ausbilder schon vor Ort waren. Es begleitete mich das übliche „Pre-Prüfungsgefühl“, aber auch der Gedanke, dass ich mindestens genauso viel kann, wie der Großteil der Menschen, die auch an der Prüfung teilnehmen.

Plötzlich ging der Prüfungsraum auf und wir hatten keine Namen mehr, sondern nur noch eine Prüfungsnummer. Wahrscheinlich dient dies der Übersichtlichkeit seitens der IHK. Auch das Gerücht, dass viele IHK- Prüfer bereits höheren Alters sind, hat sich bewahrheitet. Nun gut.

Nach der Kontrolle der Ausweise und der Einladungsschreiben ging die Prüfung los. Es waren 70 Fragen, die ich im Großen und Ganzen schon mal gehört habe, die es galt, in 3 Stunden zu beantworten. Im Nachhinein kann ich mich nicht an eine einzige Frage erinnern.

Man bekommt verschiedene Ausgangssituationen, und dann muss man die Fragen im Multiple-Choice-Modus zu beantworten. Meistens musste man 3 Kreuze machen und hatte 5 Auswahlmöglichkeiten. Eine davon war völlig irre, und die anderen hörten sich alle gleich an. Im Nachhinein sprachen viele Prüflinge vom Zufallsprinzip. Ich habe das bei der einen oder anderen Frage auch angewandt.

Der Bus brachte uns wieder nach Hause, er hatte jedoch eine kleine Panne, denn wir sind einem Münchner hinten drauf gefahren.  Aber niemand hat sich verletzt. Dies nahmen wir als Anlass, uns noch im Bus ein kleines Hacker-Pschorr zu gönnen. Wir hatten ja keinen Unterricht mehr.

Als wir in Garmisch angekommen sind, haben ein Paar Klassenkameraden beschlossen, dass sie sich aufgrund der Teilnahme an der Prüfung ja noch mehr Bier verdient hätten. Diesen Eindruck könnte ich nicht teilen, denn ich wusste ja nicht, ob ich es geschafft hatte oder nicht. Unser Lehrer beruhigte uns am nächsten Tag. Er sagte:“Normalerweise könnt ihr alle davon ausgehen, dass ihr die Prüfung bestanden habt!“ – Ich glaubte ihm … und, wie sich herausstellen sollte, zu Recht.

Die praktische und mündliche Ausbildereignungs-Prüfung

Und so ging es eine Woche später in den Teil der praktischen Prüfung. Die fand nicht in München statt, sondern an der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen. Sie war über zwei Tage verteilt und wurde von Prüfungsausschüssen abgenommen, die die IHK nach Garmisch beordert hat.

Bei dieser ist es so, dass man zuerst mit einem Klassenkameraden, der den Auszubildenden spielt, eine Unterweisung in Form der 4-Stufen-Methode den Prüfern vorstellt. Man muss dabei als Ausbilder einen gewissen Ablauf einhalten. In 15 Minuten ist das Ganze auch schon wieder vorbei.

Da wir im Vorfeld wussten, mit wem wir die Prüfung absolvieren, konnten wir uns natürlich sehr gut darauf vorbereiten. Meine „Auszubildende“ war Franziska Strobl. Alphabetisch.

Mein Thema: Guacamole herstellen

Wir trafen uns also vor der Prüfung und übten den richtigen Ablauf. Das Lustige an der Sache war, dass Frau Strobl gelernte Köchin ist und ich habe Hotelfachmann gelernt. Sie konnte das also viel besser als ich. Ich habe davor noch nie Guacamole hergestellt. Diese Unterweisung habe ich gewählt, weil ich und meine Freundin Avocado lieben, wir aber nie wussten, wie wir die Creme herstellen sollten.

Nach dreimaligem Üben war es dann auch schon soweit. Wir gingen mit einem guten Gefühl in die Prüfung.  Meine Prüfung verlief besser als die Übungen zuvor und ich war sehr zufrieden. Allerdings hatte ich meine Guacamole versalzen. Nach dem Abschmecken war sie so versalzen, dass wir beide für einen Moment nicht mehr sprechen konnten. Wir hofften,  dass die Prüfer die Creme nicht probieren. Zu meinem Glück!

Im Anschluss wurde ich zum Prüfungsgespräch einberufen. Aufgrund der guten Vorbereitung machte ich mir da wenig Sorgen. Man bekommt in 15 Minuten viele Fragen gestellt, die mündlich beantwortet werden müssen. Ich konnte fast alle Fragen beantworten und so wusste ich, dass ich die Prüfung bestanden habe. Die drei Prüfer überreichen mir mein Zeugnis und ich verließ den Prüfungsraum erhobenen Hauptes.

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Die erfolgreichen neuen Ausbilder der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen

Die nüchternen Fakten:

Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen, Dozent: Reinhard Käfferlein
Unterrichtsfach: Berufs- und Arbeitspädagogik
Ziel: Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung
Von: September 2016 bis Ende März 2017, 4 Wochenstunden

Schriftliche Prüfung: München, IHK München-Oberbayern
Praktisch-mündliche Prüfung: Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen mit Prüfungsausschüssen der IHK München-Oberbayern
Prüfungserfolg: 100 Prozent

 


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Fortbildung zur kompetenten Fachkraft am Hotelempfang

Gute Vermittlungsquoten – berufliche Perspektive auch für Quereinsteiger

Am 3. April 2017 startet wieder der Lehrgang „Hotel- und Empfangssekretär/in“ am Gastronomie- & Hotelkolleg in Garmisch-Partenkirchen. Er ist konzipiert für gelernte Fachkräfte aus der Hotellerie, aber auch für Berufsanfänger, Wiedereinsteiger oder Quereinsteiger. In 9 Wochen vermitteln erfahrene und engagierte Dozenten das nötige Rüstzeug, damit Sie alle Arbeiten an der Hotelrezeption qualifiziert ausüben können.

 

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Wir schicken Ihnen gerne unsere Informationsbroschüren zu!

In der Hotel- und Tourismusbranche werden immer gut ausgebildete Fachkräfte gesucht. Insbesondere auch am Hotelempfang. Hier wird Gastfreundschaft gelebt, hier steht der Gast im Mittelpunkt, hier ist eine zentrale Drehscheibe des Hotels. Die vielfältigen Aufgaben stellen hohe Anforderungen an die Mitarbeiter: ein gepflegtes Erscheinungsbild, Aufmerksamkeit und Herzlichkeit, Einfühlungsvermögen und Serviceorientierung zeichnen gute Empfangskräfte aus.

Genau so wichtig sind aber auch die fachlichen Qualifikationen. Man muss mit Buchungs- und Reservierungssystemen umgehen können und die Textverarbeitung beherrschen. Fremdsprachenkenntnisse, insbesondere Englisch, sind eine wichtige Voraussetzung. Dazu kommt noch der Blick über den eigentlichen Arbeitsbereich hinaus: kaufmännische und rechtliche Grundlagenkenntnisse runden das Berufsprofil ab. All diese Kompetenzen vermittelt der Qualifizierungslehrgang – und zwar von Grund auf. In 320 Unterrichtseinheiten schulen wir Sie zur qualifizierten Fachkraft mit Fach- und Sozialkompetenz für den Hotelempfang.

Neben der Hotellerie bieten sich mit dem Abschluss aber noch weitere Karrieremöglichkeiten: bei Kurverwaltungen, Kliniken, Touristikunternehmen oder als Empfangsmitarbeiter in Industrie und Handel.

Wenn die persönlichen Voraussetzungen vorliegen, kann der Kurs von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter gefördert werden.

Folgende Inhalte werden vermittelt:

  • Empfang und Reservierung
  • Buchungssoftware FIDELIO Front Office Management
  • Textverarbeitung WORD
  • Hotelkorrespondenz
  • Reklamationsmanagement
  • Hotelbetriebslehre, Gaststättenrecht
  • Personalwesen, Arbeitsrecht
  • Englisch für den Hotelempfang.

Die Schulung findet jeweils montags bis freitags in der Zeit von 07:45 bis 16:00 Uhr statt. Zum Abschluss erhalten Sie ein Zeugnis und ein Teilnahmezertifikat. Der Lehrgang beginnt am Montag, 3. April 2017 und endet am Mittwoch, 31. Mai.

Sie benötigen für die Zeit des Kurses eine preisgünstige Unterkunft in Garmisch-Partenkirchen oder der näheren Umgebung? Kein Problem! Wir helfen Ihnen gerne weiter und vermitteln Ihnen ein Zimmer oder eine Wohnung.

Sie sind interessiert? Möchten mehr wissen? Dann rufen Sie einfach an oder besuchen Sie uns. Wir beraten Sie gerne. Gastronomie- & Hotelkolleg an der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen, Bahnhofstraße 37, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Tel.: 08821/71088, E-Mail: mail@gastronomie-hotelkolleg.de, Homepage: http://www.gastronomie-hotelkolleg.de.


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Terra Madre Vol. 5 Tasting, Networking, Abschied nehmen

Heute beginnt der letzte Tag unseres Turin Aufenthalts, doch bevor sich  Abschiedsstimmung ausbreitet, stehen wir nochmal einen Tag unter vollem Strom..

Wir wollen alles sehen, mit jedem sprechen und vor allem alles schmecken. 🙂

Schmecken klingt gut… Das sollten wir gleich morgens umsetzten!

Erster Stop des Tages der Stand der Ferienregion Pavese!

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Deutsche Delegierte mit dem Team der Ferienregion Pavese

Hier gibt es die „Salame di Varzi“. In dem kleinen Örtchen Casanova wird diese Salami handgemacht. Es werden nur Zutaten aus der Region verarbeitet.

Das Fleisch kommt vom Züchter im Nachbarort und der verwendete Rotwein vom nahe gelegenen Weingut.

Die 6 Monate dauernde Reifung findet in einer Höhle unter dem Anwesen statt.

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Salame di Varzi

Der Chef schneidet uns sogar Scheiben seiner speziell für die Terra Madre hergestellten Pancetta herunter.

18 Schweine und 42 Monate waren nötig um die 88kg schwere Pancetta zu fertigen. Der Geschmack ist unfassbar fein und würzig.

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Pancetta

Zum Probieren der Salami und der Pancetta gibt es obendrein ein Glas roten Schaumwein –  die perfekte Kombination um den Tag zu beginnen.

An diesem Stand lernen wir auch ein „ark of taste“ Produkt der Region kennen.

Die „Peperoni de Voghera„, eine Paprika, die fast in Vergessenheit geraten ist und von einem Kleinbauern wieder aufgezüchtet wird.

Das Besondere an dieser Paprika ist die weiße Farbe, die sich erst mit der Zeit grün, gelb und dann rot färbt.

Die sehr dünne Schale und der süße Geschmack machen sie zu einem Genuss.

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Peperoni de Voghera

Nach einer kurzen Ruhephase im Park trennen wir uns und gehen zu den ersten Vorträgen des Tages.

Martin:

Mein Weg führt zum Slow Food Deutschland Meeting.Dort treffe ich wieder viele bekannte Gesichter, die wir in den letzten Tagen kennen gelernt haben.

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Wer kommt von wo?

Nach kurzer Einführung starten wir gleich mit einer super Motivationsansprache vom Slow Food International Vorstand. Er redet davon, dass wir eines der aktivsten Länder in Europa sind und wir auf einem super Weg in die Zukunft sind. Weiterhin betont er, dass wir mit großem Engagement vorangehen und ein Vorbild für andere Länder seien.

Anschließend wird über die inneren Strukturen von Slow Food geredet. In den nächsten Jahren gibt es einige strukturelle Veränderungen. Die Mitglieder werden aufgefordert, die Vorstände zu unterstützen.

Im Anschluss werden einige Gruppen gebildet, die sich auf Slow Food Themen stürzen. Wir arbeiten in Teams zusammen, hier werden Gründe und Lösungsvorschläge für diese ausgearbeitet.

Die Themen sind breit gefächert, von Bildung, Food Business starten, Stadt und Gärten, Saatgut, Fleisch und Tiere, Produkte und Chef Alliance bis hin zur Zukunft von Slow Food. In unserer Gruppe geht es um die Förderung der Bildung in den nächsten Jahren. Es werden einige Probleme angesprochen, unter anderem der Generationenwechsel in der Landwirtschaft oder: Wie wird der Bezug zu gutem Essen in der Kindheit gefördert? Einige Lösungsvorschläge werden in unserer Runde diskutiert und notiert. 20 Minuten später befinden wir uns wieder zurück im Saal und stellen unsere Themen vor. Die verschiedenen Probleme werden erläutert und Lösungen dargeboten.

Zum Abschluss gibt es noch eine kleine Zusammenfassung und den Hinweis, dass am Deutschen Slow Food Stand um 17.00 Uhr ein Empfang stattfindet.

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Auch die Kunst kommt nicht zu kurz 🙂

Julian:

Während Martin beim Networking ist, bin ich zum Chef Alliance Meeting mit Klaus Perovec verabredet.

Chef Alliance?

Ein Netzwerk von professionellen Köchen, die sich im Sinne der Slow Food Bewegung zusammengeschlossen haben.

Die Veränderung betrifft nicht nur alle Privathaushalte, sondern auch die Großküchen der Welt.

Bei diesem Meeting stehen Networking und Austausch im Vordergrund. So werden aus jedem Land CA Mitglieder vorgestellt, die kurz von ihren laufenden oder geplanten Projekten erzählen.

Aus Albanien ist Altin Prenga wieder mit dabei, der nochmal genauer auf seine 300 Kleinproduzenten eingeht, von denen er seine Ware bezieht.

Aus Ecuador erzählt ein junger Koch, dass er keine Bestellung macht, sondern sich von Kleinbauern die Erzeugnisse einfach schicken lässt und aus diesen kocht, was die Lieferung hergibt.

Aus Deutschland: wer hätte es gedacht – Klaus Perovec. 🙂

Vorweg sollte man wissen, dass die Chef Alliance Deutschland erst am Samstag offiziell gegründet wurde.

Klaus klärt uns auf, dass es in Deutschland erstmal darum geht, „regional“ neu zu definieren, da in vielen Regionen wegen des Klimas Gemüse schlecht wächst.

Auch, dass wir in Deutschland gewöhnt sind, Gemüse und Fleisch fertig geputzt zu kaufen, ist ein wichtiges Thema. Hier ist Aufklärungsarbeit schon in der Ausbildung wichtig.

Unter anderem steht auch „nose to tail cooking“ im Vordergrund.

„Nose to tail“ bedeutet das ganze Tier zu verarbeiten, nicht nur das Filet oder den Rücken. Sondern auch Kopf, Haxen oder Innereien zu verarbeiten.

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Klaus Perovec mit hoher Prominenz

Zum Schluss geht Olivier Roellinger noch auf die Bedeutung der Sterne für die CA und die Produzenten ein.

Er sagt, dass wir nicht die gleichen Fehler aus der Vergangenheit wiederholen dürfen. Wir sollten mehr Interesse an den Bauern zeigen und diese unterstützen.

Er geht auch darauf ein, dass Köche der Sternegastronomie eine sehr weite Medienpräsenz haben und diese nutzen sollten, um Menschen darüber aufzuklären, dass nachhaltiges und gesundes Kochen keine Magie ist.

Eine ebenso wichtige Frage ist, warum in Schulen Kunst, Musik und Religion gelehrt werden, aber nicht gesunde Ernährung?

Zum Abschluss gehen wir zum Empfang an den Deutschen Slow Food Stand. Wir werden versorgt mit Leckereien der deutschen Delegierten. Von Bauchspeck über Limpurger Rind bis hin zu Brezeln, Käse und bestem Wein 😉 Das Zusammentreffen der Deutschen Delegierten regt weiter an sich auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und Diskussionen zu führen.

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Feinster Speck

 

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Slow Food Youth Deutschland

 

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Slow Food Deutschland

Nach dem einen oder anderen Gruppenbild müssen Julian und ich uns langsam auf den Weg zum Bus machen. Ein letztes mal die Fahrt zur Gastfamilie, mit all den wunderbaren Menschen, die wir kennen lernen durften. Der Abschied fällt nicht leicht, aber die Freude auf ein Wiedersehen ist groß. Julian und ich sind dankbar, diese Erfahrung gemacht haben zu können. Wir freuen uns auf weitere großartige Begegnungen.

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Unsere Bus Crew 🙂

 

Text und Fotos: Julian Daniel, Martin Platzer

 


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Eataly – die Hofa Garmisch in der Schrannenhalle

Ich hoffe, meine Deutsche isse gut genuge zu verstehe!?

Keine Sorge, liebe Paola, alles wunderbar, alles ist klipp und klar rübergekommen, alles perfetto mit diesem wunderbaren italienischen Akzent. Denn, seien wir doch einmal ehrlich: Eine Führung durch ein uritalienisches Handels- und Gastronomiekonzept – das wäre auf bayrisch gar nichts gewesen und auf hochdeutsch gleich zweimal nix. Aber das Eataly in der Münchner Schrannenhalle live und mit italienischem La Dolce Vita gezeigt zu bekommen, da war es trotz 3°C und Nieselregen draußen doch irgendwie Italien in unseren Herzen.

Erste Eataly-Eröffnung in Deutschland

Nachdem am 26.11.2015 die Münchner Schrannenhalle nun zum mittlerweile dritten Mal mit einem neuen Handelskonzept eröffnet wurde, steuerte die Klasse FS 1F der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen am 03.02.2016 das Exkursionsziel „Eataly“ an. Und nachdem im Rahmen des LTec-Fachpraxisunterrichts an der Hotelfachschule auch über Regionalität und Slow Food gesprochen wurde, passte die erste Eataly-Eröffnung in Deutschland perfekt in den Lehrplan.

Das Eataly-Konzept 

Die Eataly-Philosophie basiert auf einer Mischung aus Handel (Mercato) mit italienischen und regionalen Produkten und mehreren Gastro-Outlets (Piazza) in einem Gebäude. Produkte italienischer Kleinbetriebe werden verkauft, die an den Outlets erhältlichen Speisen werden im Haus selbst hergestellt, ein Teil des Obstes und Gemüses kommt aus Bayern. Und Paola kommt naturalmente aus Italien.

Verkostungen – Gespräche – Informationen 

Sie nahm uns am Infopoint in Empfang und führte uns fast eineinhalb Stunden durch das Eataly, seine Gastro-Outlets und seine Katakomben. Wir erfuhren viel über die Zusammenarbeit von Eataly-Gründer Oscar Farinetti mit Slow Food und verkosteten uns von Formaggi e Salumeria über die Macelleria zur Panificio, alles begleitet von wirklich sachkundigen Verkäufern, die jedes Detail über die Produktion der Spezialitäten erzählen konnten. Und so kamen wir schon ziemlich gesättigt im ersten Stock an, im Fischrestaurant von Lucio Pompili, besternter Koch aus Italien. Und er hat sich für uns Zeit genommen, mit uns über Praktikumsmöglichkeiten in seinen Lokalen München und Italien gesprochen, nebenbei mit Paola geflirtet und Prosecco mit uns getrunken.

  Bild: Die Schüler der Klasse FS 1F mit Fachdozent Klaus Perovec, Lucio Pompili und Paola.

Anschließend ging es in den Untergrund, sprich die große Getränkeabteilung im Keller, in die Kochschule und die Produktionsküche. Sehr beeindruckend waren die Organisation der Warenströme hinter den Kulissen sowie die Qualitätsphilosophie, erläutert in vielen Gesprächen und jetzt auch noch per Schokoladenverkostung erlebt. Doch keine Zeit, um Anita-Ekberg-gleich im Schokoladenbrunnen zu waten, Paola schleuste uns noch an der Nutella-Ecke vorbei in den Bianchi-Store, erklärte uns das Prinzip der Espressobar und überlies uns dann uns selbst. Natürlich nach einem freundlichen „Ciao“ und herzlichem Lachen.

Fazit: Absolut lohnenswert, auch oder gerade weil die Verkostung bezahlt werden musste. Dafür gab es wirkliche Top-Produkte und sehr fundierte Informationen zum Qualitäts-anspruch dieses Unternehmens. Alle Fragen wurden beantwortet, nichts blieb offen. Und: Wir waren die erste Hotelfachschulklasse, die dieses ungewöhnliche Handels- und Gastro-konzept hautnah erleben konnte. Und wegen Paola.

Hausaufgabe: Recherchieren Sie im Internet nach einem Film mit Anita Ekberg und einem römischen Brunnen. Merken Sie sich den Filmtitel – er ist ein geflügeltes Wort in Italien.

(Text: Klaus Perovec)


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Hotelmanagement: neue Zugangsberufe für den Besuch der Hofa Garmisch

Bis dato war der Besuch der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen an zwei Voraussetzungen geknüpft:

1. Nach Abschluss der Ausbildung musste eine mindestens einjährige Berufserfahrung nachgewiesen werden

2. Die Ausbildung musste in einem der klassischen gastgewerblichen Berufe absolviert worden sein (also Koch/Köchin, Restaurant-, Hotelfachmann/ -frau, Fachmann/ -frau für Systemgastronomie, Fachkraft im Gastgewerbe)

Die erste Voraussetzung gilt unverändert. Bei der zweiten haben sich aber jetzt sehr positive Veränderungen ergeben: Seit Juni 2014 wurde die Liste der sog. Zugangsberufe wesentlich erweitert! Ab sofort steht der Weg zur Aufstiegsfortbildung „Staatlich geprüfter Hotelbetriebswirt“ an der Hofa Garmisch auch für die folgenden Berufsabschlüsse offen:

» Veranstaltungskauffrau/-mann
» Kauffrau/-mann für Tourismus und Freizeit
» Tourismuskauffrau/-mann
» Servicekauffrau/-mann für Luftverkehr
» Luftverkehrskauffrau/-mann» Kauffrau/-mann für Verkehrsservice
» Fachangestellte/-r für Bäderbetriebe
» Assistent/-in für Hotel- und Tourismusmanagement.

Damit hat das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst auf die veränderten Anforderungen an das Hotel-, Gastronomie- und Hospitalitymanagement reagiert.

Sie möchten mehr wissen über die Fortbildung zum Staatlich geprüften Hotelbetriebswirt? Dann informieren Sie sich auf der Hompage der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen. Oder rufen Sie einfach an: 08821 / 71088 … wir informieren Sie ausführlich und gerne. Oder wenden Sie sich per E-Mail an uns: mail@hotelfachschule-garmisch.de … Oder Sie vereinbaren einen persönlichen Beratungs- und Besichtigungstermin bei uns im Haus: Anruf genügt.

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